Honig (von Vera Stein)

Verschlafen in den Morgen blinzeln

Die Sonne auf der Haut

Einfach quer im Bette liegen

Platz für Zwei

Und ich allein

Dahin der letzte Traum

Er bröselt

Welch Wonne

Welch Erleben

So könnt ich nun

Wieder mal

Ich möcht mich selber lieben

Augen zu

Und mitten rein

In prickelndes Vergnügen

Ohne abzugeben

Teilen müssen

Ohne dieses lieben

Sofort und jetzt

Für mich allein

Honig

Süßer Saft

Freude, Lust

Und meine Nähe

Mir dieses O verschafft

Bebend, zitternd

Und verschwitzt

Der süße Honig fließt

Ein leiser Aufschrei

Mir entrinnt

Der Höhepunkt erreicht

Der Tag beginnt

Ich freu mich schon

Wann wird es wieder Morgen?




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Honig (von Vera Stein)
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