Besessen (von Torsten)



der erste tag
ich hab die hitze nicht gespürt
die von dir ausging

deine assoziationen
als verführung nicht erkannt

ich kann mich nicht erinnern
wie ich dazu kam
mich dann bei dir zu melden

es schien als ob sich unsere gedanken
vorab schon gesucht und fanden

die zeit mit dir
in der ich meine sehnsucht nicht begriff
bleibt unerklärlich tief verborgen

und deine haut
ich spürte sie
doch da war angst in mir

bald aber schmolzen deine augen meinen panzer
die winzige berührung deiner finger
brach auf die fesseln meiner lust

über dem wasser
von kalter nacht umschlungen
wuchs eine orchidee in unserer wärme
und drängte durch den stein zu unseren füssen

wir waren lava und vulkan
als meine lippen deinen körper fanden
und die besessenheit begann

gleich einem sukkubus
schleichst du in meine träume dich
in meinen schlaf

mit jedem augenblick
wächst meine lust auf dich
bin gern bereit
im feuer des betruges zu verbrennen
den flammen deiner
meiner leidenschaft und gier

und niemals wird ich schuldig sein
denn mein bedürfnis deinen leib zu fühlen
in dir zu sein und dich zu trinken
weckt im mir lebendigkeit
und wird zum inhalt allen seins


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Besessen (von Torsten)
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